Reiten im Westen der USA

Der Westen der USA ist ein El Dorado für ReiterInnen

Die Nationalparks in Utah und Arizona hoch zu Ross

Zwei Hobbies, ein(e) Beruf (ung):
Marion ist in der ganzen Welt unterwegs, um auch in anderen Ländern neben Sri Lanka entweder Fahrer und Wagen für private Rundreisen vermitteln zu können oder, um – ihr zweites Hobby nach dem Reisen – zu erkunden, wo Frau gut reiten kann.

Schaut Euch auf dieser Seite an, welche Angebote im Westen der USA daraus geworden sind. Gerne stellen wir Euch den Kontakt zu den genannten Veranstaltern her, mit einigen haben wir Kooperationsabkommen, und helfen bei der Routen-und Tourenplanung. 

Marion war vor allem in Utah unterwegs, der Staat zu dem die wohl bekanntesten Nationalparks und Canyons gehören, ein Naturhighlight reiht sich hier ans nächste.

Hier ist Reiten in nahezu allen Nationalparks möglich. Jedoch ist die Zahl der Anbieter ist groß und unübersichtlich, die Zahl entsprechender Websites ebenso. Allein sich hier durchzusuchen, dauert Stunden. Wir haben diese Arbeit für Euch übernommen und berichten nun auf dieser Site aus erster Hand, wo sich was lohnt und was Euch dort an Reiterlebnis erwartet.

Aus alle diesen Angeboten hat Marion die Vielversprechendsten herausgesucht und getestet. Angaben zu den Preisen machen wir nicht, denn diese sind ständigen Änderungen unterworfen.

Monument Valley
Die Nationalparks im Westen der USA bieten für Reiter unbegrenzte Möglichkeiten
Utah/Arizona

Reiten im Monument Valley

Monument Valley, Arizona

    Das Monument Valley kennt vermutlich nahezu jeder aus alten und neueren Western, aus Filmen wie „Thelma und Louise“ oder „The Lone Ranger“ mit Johnny Depp. Das Valley, wie es hier genannt wird, gehört ebenfalls zur Navajo Nation und liegt an der Grenze zwischen Utah und Arizona, zwischen den Städtchen Kayenta im Süden und Mexican Hat im Norden. Das Oljato-Monument-Valley, wie es offiziell heißt, liegt 1.900 Meter hoch auf dem Colorado Plateau.

    Die „Reitställe“, die von den Navajo geführt sind, liegen im Valley selber, d.h., man muss mit dem Wagen den Scenic Drive hinein fahren – man kann meist spontan buchen – oder aber vorne am Eingang zum Park in den „Büdchen“ einen Ritt ausmachen…aber am Stall selber ist es besser, weil man eher handeln kann, vor allem darauf hinweisen, wie man reiten will und kann.

    Es gibt zwei Ställe: der eine ist „Dineh Trail Rides“ und ist beim „John Ford Point“ (s. Titelbild), bei den sog. „Three Sisters“ Felsen angesiedelt, mit dem ich bei meiner ersten Reise super Erfahrung gemacht habe. In diesem Jahr hingegen traf ich dort niemanden an, der willens war, mein Guide zu sein…obwohl die Pferde im Corral warteten. Geritten wird hier auf zum Teil großrahmigen Quarter Horses oder Mischungen mit Mustangs.

    Daher bin ich in diesem Jahr dann ein Stück weiter den Scenic Drive gefahren, zu Roy Black´s Guided Tours, der am Felsen „The Hump“ liegt. Hier warten Jamie und Kevin Harris auf Euch, beide Navajo. Geritten wird hier auf Mustangs, die kleiner sind und zierlicher als die Quarter Horses bei dem erstgenannten Stall!!

    Geritten wird in beiden Ställen auch, wenn man alleine ist, d.h. hier wird individuell gestartet, egal zu wie vielen Ihr seid. Alleinreiter müssen wegen der Preise etwas verhandeln.

    Aber dann heißt es für gute Reiter: ab die Post!! Man kann sowohl die Dauer als auch die Startzeit des Ausrittes bestimmen und vorher besprechen, wie schnell es sein darf. Wenn Dein Guide merkt, dass Du reiten kannst, dann geht es wirklich über Stock und Stein und die Sanddünen und die Ufer der trocknen Creeks im Galopp hoch. Für Gelände-ReiterInnen, die Tempo schätzen, dürfte das ein „Once in a lifetime“ Erlebnis werden.

    Beide Ställe verfügen aber ebenso über Pferde, auf die man jeden Anfänger setzen kann. Besonders lohnenswert sind in beiden Ställen für erfahrene Reiter die Ritte ab drei Stunden, denn dann hat man wirklich einen super Radius und kommt im Valley an Stellen, die sonst niemand zu sehen bekommt, weil alle nur auf dem Scenic Drive bleiben dürfen. Dann habt ihr gute Chancen, eine der kleinen wilden Mustangherden beobachten zu können oder auf den ein oder anderen allein herumstreifenden Junghengst zu stoßen. Das Schöne aber ist, dass man, da ja keine Gruppen zusammengewürfelt werden, alles selber bestimmen kann.

    Die Pferde sind einfach klasse, denn wenn ein Anfänger drauf sitzt, schlafen sie vor sich hin, und wenn Tempo angesagt ist, dann kacheln sie, als ob es kein Morgen gäbe – um sich dann mit dem kleinen Finger wieder einfangen zu lassen.

Anbieter:

Roy Black´s Guided Tours (kleinere Pferde)

royblacksguidedtours@yahoo.com

Jamie & Kevin Harris

rosebud22.rb@gmail.com

Fone: +1 505 686 0572

Dineh Trail Rides (Quarter Horses, dh. etwas größer und stabiler als die Mustangs bei Roy Black´s)

https://www.facebook.com/mvdinehtrailrides/

mvdinehtrailrides@aol.com

(928) 209-2692

Buchung:

    Bei beiden: vorbeifahren und vor Ort buchen, bei Mehrfachritten kann man den Preis verhandeln, Pferde ansehen, Dauer des Rittes ausmachen und ob ihr ggf. alleine mit dem Guide, ohne fremde Anfänger in der Gruppe reiten könnt.

Pferde:

Kleinere Mustangs bei Roy Black´s, größere Quarter Horses bei Dineh Trail Rides.

Tipp:

    Der Scenic Drive, auf dem man zu beiden Anbieter fährt, ist eine Buckelpiste, die man aber mit normalen Autos gut fahren kann, wenn man nur langsam und vorsichtig genug fährt. Bei massivem Regen wird sie ohnehin gesperrt.

    Das Monument Valley gehört nicht zu den staatlichen Parks, d.h. hier muss ein neues Eintrittsticket à 8$ gelöst werden, der Annual Pass (s. S. 78) hat hier keine Gültigkeit.

    Beste Zeit um Reiten im Sommer wegen der glühenden Hitze: früher morgen oder Spätnachmittag. Man kommt auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten durch die Eingangsschranken in den Park, wenn man Ritte gebucht hat.

    Bei beiden Ställen muss man cash bezahlen, sie haben keine Kartenlesgeräte.

Utah

Reiten im Zion National Park

Wer direkt im Zion Nationalpark reiten möchte, für den gibt es nur den Anbieter Canyon Trail Rides. Die Touren starten an der Zion Lodge, wo man sonst nur mit dem Shuttle Bus hinkommt, und sie starten sogar, wenn ihr alleine aufschlagt. Der Ritt beginnt mit dem Durchreiten eines knietiefen Baches und dann geht es schon steil bergauf, insgesamt klettert Ihr so 300 Höhenmeter hoch und wieder herunter. Immer wieder ergeben sich spektakuläre Aussichten auf die Gipfel des Zion Nationalparks.

    Diese Aussichten entschädigen fürs Schrittreiten! Man sollte den dreistündigen Ritt „Sand Beach Trail“ nehmen, er wird keine Minute langweilig. Zwischendurch wird Rast gemacht – zum Trinken und zum Gegenteil desselben-.

    Hinunter geht es ebenso steil wie hinauf – und ich empfand diese „Bergetappen“ als durchaus anspruchsvolle Reiterei. Ich glaube, in Deutschland wäre niemand auf die Idee gekommen, dass ein Pferd über solche Felsblöcke, Stufen und lockeres Geröll steil hinauf und hinab mit ReiterIn im Sattel klettern könnte.

    Die Ritte starten im Park selber, beim Corral gegenüber der Zion Lodge. Vorbuchen ist unbedingt erforderlich, denn damit erhält man auch eine Durchfahrterlaubnis für den privaten PKW, normalerweise dürfen nur Shuttle Busse in den Park fahren.

Anbieter:

https://www.canyonrides.com/horseback-riding-zion-national-park/

Tel.: +1  435-679-8665 oder Tel.: +1(435) 772-3810

Buchungen:

Online über die Webseite und dann mit Einfahrtgenehmigung für den Privat-PKW oder vor Ort, jedoch dann Zufahrt zum Corral nur per Shuttlebus, s. u.

Pferde:

Canyon Trail Rides verfügt auch hier an diesem Standort über etliche Dutzend Quarter Horses und Maultiere. Es sind auch recht großrahmige Quarters darunter. Alle tiptop gepflegt und proper gefüttert und auch für ReiterIn nett zu reiten.

Tipp:

Bei der Onlinebuchung erhält man eine Durchfahrgenehmigung, damit man mit dem eigenen Wagen in den Park fahren kann, was normalerweise nur den Shuttlebussen vorbehalten ist. Daher ist es entscheidend, diese „permit“ und den Code, den man eingangs zum Öffnen der Schranke braucht, ausgedruckt bei sich zu führen.

Arizona

Maultiertrail North Rim Grand Canyon

Mule Ride, Grand Canyon, North Rim, Arizona

   Am North Rim operiert das Unternehmen, das auch den Ritt in den Bryce und den Zion Canyon hinunter anbietet, die Canyon Trail Rides. Die Zufahrt zum Parkeingang erreicht man aus Westen kommend von Kanab/Fredonia aus, von Osten her von Page kommend.

    Hier am Grand Canyon wird nur auf Mulis geritten. Ich wollte den dreistündigen Trail in den Canyon zum Supai Tunnel hinein machen, der aber zu meinen Reisedaten ausgebucht war, daher hier kein Erfahrungbericht. Wohl aber kann man auf YouTube die diversen Ritte ansehen und sich ein Bild machen.

    Angeboten werden insgesamt drei Ritte: ein einstündiger entlang des Rims, der sich vermutlich nicht sehr von dem oben beschriebenen, rund 200 km entfernten South Rim Ritt bei Xanterra unterscheiden wird. Ein dreistündiger Ritt zum sog. Uncle Jim´s Point, von dem ich annehme, dass er aufgrund der langen Dauer (hoffentlich) nicht von der Klientel gebucht wird, die noch nie auf einem Ross oder Muli saß und die einstündigen Ritte entlang des Rims zum peinlichen Spektakel werden läßt. Dann wird noch ein weiterer dreistündigen Ritt angeboten, der ein Stück in den Canyon hinab geht und im Videdo recht ansprechend aussah mit tollen Aussichtspunkten. Er nennt sich Ritt in den Supai Tunnel.

Anbieter:

www.canyonrides.com/grand-canyon-mule-ride for details

Tel.: +1 (435) 679-8665

Buchung:

Für Ritte am selben Tag in der Grand Canyon Lodge, North Rim, buchen oder über die o.g. Kontaktdaten und auf der Homepage.

Ich habe festgestellt, dass der Ritt, der online ausgebucht war, aber durchaus vor Ort noch buchbar war.

Mulis:

Eine Herde von etlichen Dutzend Mulis steht bereit, darunter sind auch wahre Riesen mit einem Stockmaß von gut und gerne 160 cm und mehr. Geritten wird auf Westernsätteln, eine „Knute“ zum Antreiben wird ausgehändigt.

Utah

Reiten in den Bryce Canyon hinunter

Bei dem hier beschriebenen Ritt geht es tatsächlich hinunter bis auf den Grund des Canyons und wieder hinauf, rund 300 Höhenmeter in anderthalb oder drei Stunden Varianten. Geritten wird auf Quarter Horses und Maultieren. Diesen Ritt in den Canyon führt nur der Anbietern www.canyonrides.com/bryce-canyon-horseback-riding durch. Dies ist wichtig zu wissen, da Ruby´s Horseback Adventures auch Ritte unter dem Titel „Bryce Canyon“ anbietet, jedoch führen diese nur oben am Rim entlang, d.h. hier muss man beim Buchen aufpassen, was bzw. wohin man reiten möchte.

    Da dies der einzige Veranstalter ist, der wirklich in den Canyon hinunter reitet, gibt es zu diesem Schrittabenteuer, hintereinander geritten, keine Alternative. Aber der Ritt, ich rate zu dem 1.5 stündigen Ritt morgens um 8.00 Uhr, ist so wunderschön von den Aussichten her, dass man froh ist, beim Reiten viel Zeit und Muße zum Fotografieren zu haben.  Startpunkt ist der Corral gegenüber des Parkplatzes am „Sunrise Point“ und schräg von der „Bryce Canyon Lodge“. Pro Wrangler werden maximal acht Leute losgeschickt. Bei den längeren Ritten wird unten eine Pause zum Trinken und dessen Gegenteil eingelegt, bei dem anderthalbstündigen Ritt geht es ohne Pause durch – und den fand ich völlig ok und ausreichend.

    Es geht sehr steil hoch und runter, da wäre auch für Trab kaum eine Chance. Die Kraxelei ist für Pferd und Reiter anspruchsvoll und auch, wenn hier Nichtreiter mit am Start sind, gibt es zwischendurch überall Passagen, wo frau sich als erfahrene Reiterin wundert, wie gut die Pferde sein müssen, dass sie diese steilen und oft auch  rutschigen Stellen so gänzlich ohne reiterliche Unterstützung meistern. Für das, was geboten wird ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben den schnellen Ritten in Arizona´s Monument Valley war diese Fotosafari zu Pferde mein persönliches Highlight in Utah. Der Boden des Canyons ist zwar unspektakulär, aber der Weg dorthin genau das Gegenteil.

 

Anbieter:

www.canyonrides.com/bryce-canyon-horseback-riding/

ridemule@scinternet.net

Tel.:  +1  435-679-8665

oder +1(435) 834-5500

Buchung:

    Falls man innerhalb von nur 7 Tagen vor dem Ritt buchen möchte, so geht dies nur per Telefon. Im Vorhinein ansonsten sehr komfortabel auf der Webseite. Derselbe Veranstalter führt auch Ritte in den Zion Canyon durch sowie die am North Rim des Grand Canyon, siehe dort.

    Man kann auch versuchen, direkt am Corral in der Nähe des „Sunrise Point“ im Nationalpark selber noch einen Ritt zu buchen, aber das klappt vermutlich nicht für denselben Tag, da die Ritte sehr gefragt sind.

Bilder S. 63-67: Ritt mit Veranstalter Canyon Trail Rides in den Bryce Canyon hinunter.

Arizona

Reiten im Canyon de Chelly

Canyon de Chelly, National Monument, Arizona

    Der recht unbekannte, aber spektakuläre Canyon de Chelly (gesprochen etwa wie „…Chee“) liegt beim Städtchen Chinle in Arizona, von Phoenix kommend, quasi auf dem Weg zum Monument Valley und für ReiterInnen unbedingt den Stop wert. Er gehört zur Navajo Nation, d.h. er steht unter Verwaltung der American Natives. Die Navajo nennen sich selber übrigens „Dineh“ oder „Diné“.

    Von der View Point Road aus, oben am Rim, kann man sich einen Überblick verschaffen und ist einfach nur sprachlos, mich hat er mehr beeindruckt als der Grand Canyon. Geritten wird auf dem Grund des Canyons, bei Justin´s Horse Rental, der der einzige Anbieter von Ritten ist. Wie lange ihr reitet, entscheidet ihr, Justin bietet alles an, von einstündigen Gruppenritt bis zum Tagesritt für erfahrene ReiterInnen. Geritten wird auch, wenn sich sonst kein Mitreitender findet. Der Boden unten im Canyon ist Sand, recht tief teilweise, aber immer für einen Galopp gut.

    Ein landschaftliches Highlight erwartet Euch hier, Ihr reitet umringt von gigantischen Felswänden zu beiden Seiten. Bei den längeren Ritten werdet Ihr Spuren und Häuser der verschwundenen Anasazi Kultur finden, die an die 1.000 Jahre alt sind.

    Der Ritt ist jeden Cent wert, denn der Canyon gehört Euch allein: Ihr werdet die ein oder andere Navajo Hütte sehen, wilde Pferde herumstreifen finden, aber sonst seid Ihr mit dem Guide, Eurem Pferd und der gigantischen Naturkulisse allein. Während man im Monument Valley prärieartige Weite hat, reitet Ihr hier in der Enge der Schlucht, ein großartiges Gefühl. Ein Geheimtipp für gute ReiterInnen!

Anbieter:

Justin´s Horse Rental

www.justinshorserental.com

Telephone: +1 (928) 675-5575

tsojustin@yahoo.com

Facebook:  https://www.facebook.com/justinshorserental/

Buchung:

Vorbeifahren und einen Ritt vereinbaren klappt gut, ansonsten siehe die o.g. Kontaktdaten

Pferde:

Er hat Quarter Horses aber auch Mustangs und Mustangkreuzungen. Gehfreudig und gelassen, auch für Anfänger (dann im Schritt) geeignet.

Tipp zur Unterkunft:

Direkt vor Ort gibts ein nettes, von den Navajo geführtes Hotel, die „Thunderbird Lodge“, mit angeschlossenem Restaurant, nicht weit von Justin und dem Canyon entfernt.

Arizona

Maultiertrail South Rim Grand Canyon

Mule Ride, Grand Canyon, South Rim, Arizona

    Am „South Rim“ des Grand Canyon, erreichbar aus von Tusayan, operiert Xanterra die Maultierritte. Angeboten werden der exorbitant teure und ein Jahr im Vorhinein ausgebuchte Ritt in den Canyon hinunter, mit Übernachtung in der Phantom Ranch und der South Rim Trail Ride, um den es hier geht.

    Der Ritt dauert zwei Stunden, und es wird im Vorhinein viel Bohei darum gemacht: man darf keine Taschen dabei haben, muss langärmlige Blusen als Sonnenschutz tragen, Handy nur im Band um den Hals, Hüte nur mit Band, und so weiter und so weiter…, so dass man sich auf ein großes und spannendes Abenteuer zwischen langen Ohren gefasst macht.

    Geboten wurde dann leider ein für mich als Reiterin geradezu entwürdigender Ritt entlang des Rims, auf einem normalen Spazierweg und vom Abgrund noch gute drei Meter entfernt. Mit„ReiterInnen“ waren Touristen, die offenkundig noch nie auf einem Equiden saßen….

    Allerdings habe ich einiges über die Maultiere erfahren, denn der Guide war sehr kundig und hat gerne und geduldig alle Fragen, die ich zur Zucht von Maultieren hatte, beantwortet. Mein Fazit: viel zu teuer und nicht lohnenswert.

Anbieter:

www.grandcanyonlodges.com/plan/mule-rides

www.nps.gov/grca/planyourvisit/mule_trips.htm

+1 928-638-2631 oder +1 (303) 297-2757

Buchung:

Über die o. g. Kontaktdaten oder: in der Grand Canyon Lodge vorbei gehen und dort (meist für den Folgetag) buchen, im Visitorcenter geht das nicht.

Mulis:

Eine Herde von etlichen Dutzend Mulis steht bereit, darunter sind auch wahre Riesen mit einem Stockmaß von gut und gerne 160 cm und mehr. Geritten wird auf Westernsätteln, eine „Knute“ zum Antreiben wird ausgehändigt.

 

Anbieter für Ausritte auf Quarter Horses in der Umgebung:

Apache Stables

472 Moqui Dr, Grand Canyon Village, AZ 86023

Tel.:: +1 928-638-2891

www.apachestables.com

Direkt vor dem Parkeingang aus Tusayan kommend. Allerdings hier nur Ritte im Schritt und im Gänsemarsch, so dass ich das nicht ausprobiert habe.

Utah

Reiten am Rim des Bryce Canyon

Reiten am Rim des Bryce Canyon

    Wer nicht in den Bryce Canyon hinunter möchte oder vielleicht auch nicht so viel Zeit hat, für den gibt es die Alternative, einen anderthalbstündigen Schritt-Ausritt im Gänsemarsch am Rim entlang zu machen – allerdings kann man das auch zu Fuß tun. Der Anbieter, Ruby´s Horseback Adventures, ist direkt an der Straße gelegen, die zum Eingang des Nationalparks führt. Ruby´s hat eine große Herde von rund 100 Quarter Horses und Mulis, aber ist auch der touristischste Anbieter vor Ort, mit mehr NichtreiternInnen als Kunden als ReiternInnen. Aus diesem Grund bin ich am Rim entlang auf meinen eigenen Beinen unterwegs gewesen.

Anbieter:

Ruby´s Horseback Adventures/ Ruby´s Inn

30 North 100 East, Bryce Canyon City,

www.horserides.net

horserides@rubysinn.com

Tel.:  +1 866-782-0002

Buchung:

Vor Ort in Ruby´s Inn, dort gibts in der Lobby einen Schalter für die Trailritte.

Oder online auf der o.g. Website.

Utah

Reiten im Grand Staircase Escalante National Monument

Ruby´s ist einziger Anbieter für Ritte im Grand Staircase National Monument. Sie dauern rund vier bis sechs Stunden. Ich habe nicht daran teil genommen, so dass ich hier nur auf die Kontaktinfos hinweise.

Anbieter:

Ruby´s Horse Ride Adventures

26 South Main Street

Bryce Canyon City, UT 84764

www.horserides.net/utah-horse-riding/

horserides@rubysinn.com

Tel.: +1-435-834-5358

 

 

Utah

Reiten beim Canyonlands Nationalpark, in Moab

Canyonlands Nationalpark, bei Moab, Utah

    Es gibt entlang der Scenic Road 128 drei Anbieter von Ausritten, man fährt von Moab aus ca. 30 bis 40 Minuten zu den einzelnen Ställen. Die SR 128, die den Colorado in seinem Tal begleitet, umgeben von den berühmten Red Cliffs, ist ein Highlight, das man nicht missen sollte. Der Canyonlands Nationalpark grenzt an das Tal, gehört aber nicht zum Ausrittgelände. Zahlreiche Westernklassiker entstanden hier, und 2022 war Kevin Costner für die  Dreharbeiten zu seinem neuen Western „Horizon“ wochenlang in diesem Tal unterwegs. Zweitwichtigste Einnahmequelle von Moab, neben dem Tourismus, ist also Hollywood.

    Ich habe den unten beschriebenen Ritt mit der Ranch der Red Cliffs Lodge gemacht, die gleich neben dem gleichnamigen Hotel idyllisch im Tal liegt. An der gleichen Straße, jeweils immer etwa 10 Minuten weiter, kommt dann die Sorrel River Ranch und die Hauer Ranch (letztere ist schwer zu finden, Wegbeschreibung auf der hompage beachten!!), beide linker Hand von Moab kommend.

    Hauer macht vornehmlich Gruppenritte im Schritt und bietet zu sehr hohen Preisen sog. Privatritte an, auf denen dann angeblich auch schneller geritten wird. Als ich dort war, um mich zu erkundigen, machte der Betrieb keinen besonders einladenden Eindruck: Mulis, Haflinger, ein paar Quarter und unfreundliches Personal. Die Sorrel River Ranch, ein Luxushotel,  bietet die Ausritte primär für ihre gutbetuchte Hotelkundschaft an, aber wenn man bereit ist, etliche Hundert Dollar auszugeben, so reitet der Wrangler auch mit „Laufkundschaft“, wie ich eine gewesen wäre. Dort hat man eine große und gut gepflegte Herde von Quarter Horses und ist überaus freundlich und auskunftsfreudig. Mir war es dann aber zu teuer.

    Der zweistündige Ritt, den ich dann mit der Red Cliffs Lodge gebucht hatte, war landschaftlich wirklich schön, es ging durch einen kleinen Bach, dann unterhalb der roten Klippen entlang, mit einem schönen Blick ins Tal. Magdalena, die Besitzerin kommt aus Deutschland und führt die Ranch gemeinsam mit ihrem Mann. Der Wrangler, der die Gruppe führt – es geht im Gänsemarsch und im Schritt – erklärt viel und macht seine Sache gut. Aber es war mit Abstand der teuerste meiner Ritte.Empfehlung: den 1,5 h Ritt buchen statt des zweistündigen. Es geht zurück quasi die gleiche Strecke wie hin. Aufgrund der Landschaft lohnt die Unternehmung jedoch.

Anbieter:

Red Cliffs Lodge

Milepost 14, Highway 128, Moab, Utah 84532

www.redcliffslodge.com/activities

Tel.: +1 435-259-2002

Sorrel River Ranch

Mile 17, UT-128, Moab, UT 84532

www.sorrelriver.com

Tel.:  +1 435-259-4642

welcome@sorrelriver.com

 

Hauer Ranch

über die Website www.moabhorses.com

Onion Creek and Hideout Rd, Moab, UT 84532,

Tel: +1 435-259-8015

Buchung Red Cliffs Lodge Rides:

Im Moab Adventure Center in der Stadt oder an der Rezeption der Red Cliffs Lodge vor Ort oder unkompliziert auf der o.g. Website.

Pferde und Ausrüstung:

    Man braucht keinen Helm, muss dann aber wieder einen „waiver“ unterschreiben, kann aber Helme kostenlos ausleihen. Rund 40 gute und sehr gepflegte Quarter Horses, auch teilweise über 150 bis 155 cm Stockmaß.

Tipp:

    Auf echte Cineasten wartet in der Red Cliffs Lodge ein kleines Filmmuseum, das eine Stippvisite wert ist. Und im „River Deck“ neben dem Hotel gibt es jeden Mittag ein „all you can eat“ Burger Buffet zu einem günstigen Preis.

    Im Arches NP kann man (leider) nicht reiten. Auch nicht direkt im Canyonlands NP.

Utah

Reiten in der Nähe des Zion National Park

In der Nähe des Zion Nationalpark, Utah

    An der östlichen Grenze zum Zion, an der UT 9 gelegen (man kommt, auf der UT 89 fahrend, vor Orderville an dem Abzweig Mt. Carmel Junction auf die UT 9) liegt das Zion Ponderosa Ranch Resort. Es bietet für seine Gäste, aber auch für „Laufkundschaft“ Ausritte an.

    Geritten wird im Schritt und im Gänsemarsch, auf schönen, großrahmigen Quarterhorses, leider auch mit absoluten Nicht-ReiternInnen, zur Not im Rock, da ist man auf der Ponderosa schmerzfrei…. Auch hält die Landschaft nicht, was man sich von der Nähe zum Zion Nationalpark verspricht. Es geht im Buschland hoch und runter, und das Ganze leider ohne Aussicht und ohne eine Landschaft, die den Ritt  in irgendeiner Form lohnenswert oder spannend für erfahrene ReiterInnen machen würde.

Anbieter:

Zion Ponderosa Ranch Resort

www.zionponderosa.com

Twin Knolls Rd, Orderville, UT 84758, Vereinigte Staaten

Tel.: +1 435-648-2700

Buchung:

auf der Webseite oder auch spontan vor Ort

Ebenfalls nicht im Nationalpark selber:
Hier geht es auch darum, einen ganzen Tag mit den Pferden zu verbringen, man lernt etwas über Western Horsemanship. Der Besitzer ist ein ambitionierter Pferdemensch durch und durch, hier muss man einen ganzen Pferde-Tag buchen, nur Ausritte macht er gar nicht. Nur Buchungen per Telefon!

Jacobs Ranch
530 UT-9
Virgin, UT 84779
Phone: 702-813-0493

+1 435 635-1552

 

Utah

Reiten im Kodachrome Basin Statepark

Kodachrome Basin Statepark, Nähe Bryce Canyon, Utah

    Ganz in der Nähe des Bryce Canyon gibt es den wundervollen Kodachrome Basin Statepark. Er liegt etwa 20 km von Bryce entfernt, bei dem kleinen Städtchen Tropic. Dort biegt dann eine asphaltierte Straße zum Parkeingang ab, bis zu dem es nochmal etwa 5 Meilen sind. Im Park selber kommt dann auf der linken Seite der Coral von Emily und Hap, die für die Bryce Canyon Pines (s. vorheriges Kapitel) hier die Ritte als Wrangler durchführen, es ist sozusagen eine Filiale. Die Ritte werden auch gemacht, wenn man hier alleine aufschlägt und kosten deswegen keinen Cent extra, ein wirklich unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis.

    Die Landschaft ist atemberaubend bizarr, sehr wüstenmäßig, spröde, mit vielen seltsam anmutenden Felsformationen und tiefen, ausgetrockneten Creeks. Vor Urzeiten gab es hier Geysire, die nun als weiße Kamine in den Himmel ragen. Geritten wird auf recht großrahmigen Quarter Horses. Der Boden ist wie im Monument Valley recht tiefer Sand. Hier gehts auch steil hoch und hinunter, geritten wird daher meist im Schritt, aber wenn ihr alleine mit Hap seid, dürft Ihr Euch auch mal einen Trab wünschen.

Ausrichter:

Red Canyon Trail Rides

Highway 12, mile marker 10

Bryce, Utah 84764

Tel.: +1-435-834-5441

bookings@redcanyontrailrides.com

Buchung:

Buchbar direkt im Kodachrome Park am Corral oder zuvor über die o.g. Website bzw. per E-mail. Oder im Hotel selber vorbeischauen, wenn man beim Bryce ist und dort buchen.

Tipp:

Für den Kodachrome Basin Statepark muss nochmal extra Eintritt von 10$ bezahlt werden, der „America the Beautiful“ -Pass gilt hier nicht.

Utah

Reiten im Red Canyon

Red Canyon im Dixie National Forest, Nähe Bryce Canyon, Utah

    Ganz in der Nähe des Bryce Canyon, Ihr werdet die roten Felsen bereits auf der Hinfahrt gesehen haben, wenn ihr aus Richtung Zion kommt, liegt der Red Canyon.

    Auch hier kann man Trail Ritte machen, die über die Red Canyons Trail Rides angeboten werden, die kurz vor dem Parkeingang des Bryce an der Hauptstraße gelegen sind und zum Hotel „Bryce Canyon Pines“ gehören.

    Geritten wird hier sogar, wenn Ihr nur alleine seid – mit unschlagbarem Preis-Leistungsverhältnis. Pferde werden vom Bryce Canyon Pines Motel, wo der Corral ist, fix zusammen mit Euch von Wrangler Mike oder seinen Kollegen verladen, und nach 10 min Fahrt sitzt ihr dann schon dort auf, wo sich Butch Cassidy mit Sundance Kid herumgetrieben hat. Es geht steil den Berg hoch und steil wieder runter – daher nur Schritt – aber mit spektakulären Aussichten. Das Gelände ist anspruchsvoll. Die Herde umfasst insgesamt an die 50 Quarter Horses. Must-do!

Anbieter:

Red Canyon Trail Rides/Bryce Canyon Pines Hotel

Highway 12, mile marker 10, Bryce, Utah 84764

Tel.: +1-435-834-5441

bookings@redcanyontrailrides.com

Buchung:

Vor Ort im Motel an der Lobby oder online auf der o.g. Website oder per email.

Ruby´s Horseback Adventures

Ruby´s war der erste Veranstalter der Ritte hier am Bryce Canyon, man hat eine Herde von schätzungsweise 100 Quarters, aber auch Maultieren. Insgesamt machte mir das Ganze aber einen sehr touristischen Eindruck. Rubys bietet diverse mehrstündige Ritte in und um den Red Canyon an. Mit einem Kunden alleine startet man hier daher nicht. Für Fortgeschritte Reiter gibt es den mehrstündigen „Thunder Mountain Trail“ bzw. auch Halbtagesritte in den Red Canyon. Ich selber bin aber nicht mit Ruby´s unterwegs gewesen, da ich mit Red Canyon Trail Rides so happy war.

30 North 100 East, Bryce Canyon City,

Utah 84764

www.horserides.net

horserides@rubysinn.com

Tel.:  +1 866-782-0002

Buchung:

Vor Ort in Ruby´s Inn, dort gibts in der Lobby einen Schalter für die Trailritte.

Oder online auf der o.g. Website.

Utah

Reiten im Capitol Reef National Park

Treff- und Stützpunkt des einzigen Anbieters, der in den Nationalpark reitet, ist das Capitol Reef Resort, in der Nähe des kleinen Städtchens Torrey. Dort ist der Corral, an dem die Pferde von Brad stehen, und von hier geht es los. Besitzer sind Brad und seine Ehefrau, er ist Cowboy durch und durch. Erst hatte er in Californien ein Trainingscenter für Rennpferde, zwischendurch war er Rodeoreiter (Bullen und Broncs), und nun, etwas älter geworden, macht er Trailritte. Brad hat also richtig was zu erzählen, und das tut er gerne und vor allem lustig und interessant. Nebenher züchtet er noch Lamas als Packtiere für Jäger und Hiker.

    Geritten wird im Gelände des Nationalpark selber, aber nur im Schritt und hintereinander, aber Brads muntere Erklärungen der Landschaft und die Erzählungen aus seinem bewegten Leben entschädigen für den mir fehlenden Galopp. Da das Gelände zwischendurch richtig anspruchsvoll ist, – es geht durch ausgetrocknete Creeks, dann an deren Rand wieder steil hinauf und hinaus, – ist es auch im Schritt jede Minute spannend und lohnend. Geritten wird auf Quarter Horses, und ich konnte mir aussuchen, welchen der Wallache ich haben wollte. Obwohl die Pferde täglich von anderen ReiterInnen geritten werden, sind sie jederzeit von der Gruppe weg zu reiten, reagieren auf den kleinsten Schenkeldruck und sind natürlich neck-rained!  Der zweistündige Ritt war hier ideal, aber es gibt auch Einstunden-Ritte und in der Off-Season auch längere. Eine 1A Adresse!!!

Anbieter:

Wilderness Ridge Adventures

2600 E, UT-24, Torrey, UT 84775, Vereinigte Staaten

Telefon: +1 435.225.6205

info@wildernessridgeadventures.com

Buchung:

    Am besten anrufen, man kann meist für den selben Tag buchen oder auch online, das funktioniert prima. Persönlich vorbeifahren geht auch, dann sollte man dort sein, bevor Brad auf Ausritt ist, d. h. gegen 8.00 morgens bzw. 16.00 am Nachmittag.

Von etwa November bis März ist der Stall in Winterpause.

Man kann auch alleine, nur mit dem Guide/Wrangler reiten, das kostet dann allerdings 75$ Zuschlag zum normalen Preis.

Pferde:

    Brad hat rund 20 gut gepflegte, auch größere Quarter Horses, jenseits von 150 cm Stckm. Man kann Helme, so man sie möchte, vor Ort ausleihen. Wenn man keinen Helm möchte, so muss man dazu einen „Waiver“, also eine „Bescheinigung“, dass man auf eigene Gefahr und helmlos reitet, abgeben.

Tuscon, Arizona

Gästeranch „White Stallion"

Diese Gästeranch liegt in Tuscon, nicht weit vom Flughafen Phoenix, zu dem von Frankfurt aus Direktverbindungen existieren.

Hier wurde mal der Westernklassiker „High Chapparal“ gedreht, die Häuser sind aus Adobe und idyllisch am Fuße der Tuscon Mountains und direkt am Seguaro ( Kaktus) Nationalpark gelegen. Weitläufiges, super gepflegtes Areal mit mehr als 100 Pferden für die Gäste. Die Ranch wird in mehreren Generationen von der Familie True geführt. 
Im Preis kein Unterschied, ob Ihr dort direkt bucht oder über Pegasus Reisen

Man kann sich jeden Tag für soviele Ritte eintragen, wie angeboten werden, d.h. wer will, sitzt für den Preis von morgens bis abends im Sattel. Specials wie Training im Team penning oder Barrel racing müssen extra bezahlt werden.

Pferde vor allem Quarter Horses, Paint, aber auch ein paar Norweger und Haflinger sind dabei. Die Pferde sind einfach fabelhaft: einfach im Handling, aber absolut gehfreudig. Die Ausritte sind zwar im Gänsemarsch, aber tempomäßig geht es da ganz schön ab. Es wird viel galoppiert. Die Szenerie ist malerisch mit den vielen Seguaro Kakteen und den Tuscon Bergen im Hintergrund…

Man kann auch Trailrides in die umgebenden Berge machen, und was hier an Kletterprogramm für Roß und Reiter verlangt wird, ist nicht ganz ohne…aber es ist einfach erstaunlich, wie trittsicher und unerschrocken diese Pferde über schroffste Felsen balancieren. 

Eine ideale Gelegenheit, sich mit der Westernreitweise mal einfach intuitiv und by doing vertraut zu machen und ein wunderbarer Einstieg in einen anschließenden Roadtrip zum Reiten in den Nationalparks.

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